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Die New York Knicks und ihr überraschender Finaleinzug 1999

1999 schrieben die New York Knicks NBA-Geschichte, als sie überraschend ins Finale einzogen. Ein Blick auf ein Team, das den Titel kaum verdient schien.

Miriam Schmidt · · 2 Min. Lesezeit

Die NBA-Saison 1998/99 ist für die New York Knicks zu einem bemerkenswerten Kapitel der Basketballgeschichte geworden. In einer Zeit, in der die Basketballwelt von Superstars und imposanten Statistiken dominiert wurde, schafften es die Knicks, sich als das schlechteste Finals-Team der Geschichte ins Rampenlicht zu drängen. Die Knicks wurden als Underdogs wahrgenommen und schafften es in die Finals, ohne wirklich den Eindruck zu hinterlassen, dass sie dort hingehören.

Die Saison begann in einer verkürzten Form aufgrund eines Arbeitskampf, was für die Knicks, mit einer Bilanz von 27 Siegen und 23 Niederlagen, ohnehin ein wenig chaotisch wirkte. Der Kader, angeführt von Patrick Ewing, war nicht unbedingt als Titelanwärter bekannt, vielmehr wurde er oft als über den Zenit seiner Leistungsfähigkeit beschrieben. Ewing, einst eines der dominantesten Gesichter der Liga, wurde schließlich zum Sinnbild für die Knicks – eine eindringliche Präsenz auf dem Feld, jedoch kaum noch in der Lage, die große Bühne zu erobern.

Die Knicks schafften es in die Playoffs, wo sie sich gegen die Miami Heat durchsetzten, ein Team, das als der klare Favorit galt. Doch die Knicks überstanden die erste Runde und zeigten eine bemerkenswerte Entschlossenheit, die unschuldige Zuschauer überraschte. Man könnte meinen, dies sei der Beginn eines Märchens, jedoch war die Realität eher, dass die Knicks von Glück und unvorhersehbaren Wendungen der Spiele profitierten. Ihre nächste Gegnerin, die Indiana Pacers, wurde ebenfalls besiegt, und das Team zog mit schier unglaublichem Selbstvertrauen ins Finale ein.

Der Weg zum Titel – ein unappetitlicher Triumph

Die Finalpartien gegen die San Antonio Spurs schienen dann aber das Ende der Illusion zu sein. Während die Spurs zu den aufstrebenden Teams des Jahrzehnts zählten, strahlten die Knicks mehr einen Hauch von Zufälligkeit aus. Coach Jeff Van Gundy und seine Mannschaft schafften es zwar, ein paar Aufeinandertreffen knapper zu gestalten, der Verlust wurde jedoch unweigerlich in der Endabrechnung sichtbar. Ein Team, das aus einer Ansammlung von Spielern bestand, die bestenfalls als soliden Rollenspieler beschrieben werden konnten, stand gegen eines der besten Teams der NBA-Geschichte. Die Knicks spielten eine Art Basketball, die nicht dem entsprach, was man von einem Finals-Team erwarten würde – eine Mischung aus unkonventionellen Strategien und nicht gerade beeindruckendem Spielstil.

Der Mythos des schlechtesten Finals-Teams könnte in der Zukunft noch durch die nachfolgenden Jahre geprägt werden, in denen die Knicks zwischen Höhen und Tiefen schwankten. Doch eines ist gewiss: 1999 blieben sie im Gedächtnis, nicht wegen ihrer Überlegenheit, sondern aufgrund der Fähigkeit, sich durch Zufall und Glück in die Finalrunde zu schleichen. Der Titel blieb ihnen verwehrt, doch die Geschichte, die sie schrieben, wird oft als Warnung vor den Launen des Basketballs zitiert. Ein Ereignis, das mehr Fragen aufwirft als Antworten liefert und uns zeigt, dass der Sport manchmal die absurdesten Wendungen bereithält.